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 Landesverbandes Brandenburg

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. wurde im Dezember 1919 gegründet. Er sah seine Aufgabe darin, dem deutschen Staat bei der Sorge um die deutschen Kriegsgräber des 1. Weltkrieges zu helfen.

Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland nach Ende des 2. Weltkrieges beauftragte die Bundesregierung den Volksbund, für die deutschen Kriegsgräber in aller Welt zu sorgen. In den mit anderen Staaten geschlossenen Kriegsgräberabkommen wird der Volksbund als zuständiger Partner genannt, der die Kriegsgräberstätten in dem betreffenden Land anlegt und auf Dauer pflegt.

Deutsche Kriegsgräber befinden sich in mehr als 100 Ländern der Erde. Der Volksbund pflegt etwa 2 Millionen Kriegsgräber auf 827 Friedhöfen in Europa und Nordafrika.

Die Satzung ist die Grundlage der Arbeit des Volksbundes, in der die folgenden Aufgaben enthalten sind:

  • das verpflichtende Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft als Mahnmal zum Frieden unter den Völkern und zur Achtung der Würde und der Freiheit der Menschen zu wahren und zu pflegen;

  • für die Ruhestätten der deutschen Kriegstoten beider Weltkriege und der ihnen durch Bundesrecht Gleichgestellten im In- und Ausland zu sorgen; er kann sich auch der Ruhestätten anderer Kriegstoter annehmen;

  • die deutschen Kriegstoten beider Weltkriege und ihrer Gräber zu erfassen;

  • die Angehörigen der Kriegstoten in Fragen der Kriegsgräberfürsorge zu betreuen;

  • öffentliche und private Stellen sowie Personen in Angelegenheiten der Kriegsgräberfürsorge zu beraten;

  • die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge zu pflegen und zu fördern;

  • den Volkstrauertag zu gestalten oder an seiner Gestaltung mitzuwirken;

  • die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten zu fördern ;

  • Jugend- und Bildungsarbeit zu betreiben, insbesondere an Schulen, Hochschulen, sonstigen Einrichtungen und Arbeitskreisen.

In der ehemaligen DDR war die Tätigkeit des Volksbundes offiziell nicht erwünscht. Einzig unter dem Dach der evangelischen Kirche war es gelungen, Grundlagen für eine angemessene Kriegsgräberfürsorge zu schaffen. Erst mit der Wiederherstellung der deutschen Einheit wurde es dem Volksbund möglich, im Osten Deutschlands seine Aktivitäten voll zu entfalten.

Der Landesverband des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. wurde am 02. September 1991 gegründet. Sein Vorsitzender war seitdem der damalige Landtagspräsident Dr. Herbert Knoblich. Sein Nachfolger wurde der Brandenburger Landtagspräsident Gunter Fritsch, er übernahm im April 2007 den Vorsitz des Landesverbandes.
Die Landesgeschäftsstelle nahm im November 1991 die Arbeit auf. Die ersten Kreisverbände wurden zu Beginn des Jahres 1992 in Senftenberg, Spremberg und Bernau gebildet. Heute bestehen 17 Kreis- und 3 Ortsverbände. Die Zahl der Mitglieder hat sich von 350 im Jahr 1991 auf 3.598 im Jahr 2005 erhöht.